Das Freilichtmuseum Glentleiten feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Möglichkeiten, in die Vergangenheit einzutauchen und Oberbayerns kulturelles Erbe neu zu entdecken.
Seit 1976 bewahrt das Freilichtmuseum Glentleiten die ländliche Alltagskultur Oberbayerns. Was einst mit 13 historischen Gebäuden begann, hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten zum größten Freilichtmuseum Südbayerns entwickelt. Heute umfasst das rund 40 Hektar große Museumsgelände fast 70 historische Häuser, Werkstätten und Stadel, eingebettet in Wiesen, Felder und Bauerngärten.
Ein halbes Jahrhundert gelebte Geschichte
Die Idee für das Museum entstand bereits Anfang der 1970er-Jahre mit dem Ziel, historische Bauernhäuser und traditionelle Baukultur vor dem Verschwinden zu bewahren. Mit großem handwerklichem Aufwand wurden Gebäude aus ganz Oberbayern originalgetreu abgetragen und an der Glentleiten wieder errichtet. Schon damals stand nicht nur die Architektur im Mittelpunkt, sondern auch die Geschichten der Menschen, die einst in diesen Häusern lebten und arbeiteten.
Im Laufe der Jahrzehnte kamen immer neue Gebäude, Ausstellungen und Themenschwerpunkte hinzu. Heute reicht die Sammlung von historischen Möbeln über Kleidung bis hin zu Werkzeugen und landwirtschaftlichen Maschinen. Gleichzeitig entwickelt sich das Museum stetig weiter – mit modernen Ausstellungskonzepten, nachhaltiger Energieversorgung und interaktiven Angeboten für Familien und Kinder.
Jubiläumsprogramm im Freilichtmuseum Glentleiten
Zum 50-jährigen Bestehen erwartet Gäste ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Die Sonderausstellungen „AlltagsSchätze“ und „ZeitRäume“ geben bis Saisonende spannende Einblicke in die umfangreiche Sammlung des Museums und erzählen Geschichten aus fünf Jahrzehnten Museumsarbeit. Ergänzend dazu laden jeden Mittwoch kostenfreie Führungen dazu ein, vertraute Gebäude neu zu entdecken und bisher verborgene Details kennenzulernen.
Besonders abwechslungsreich wird die Reihe „Das Haus und wir“: Hier dreht sich alles um das Leben und Feiern in den historischen Häusern. Besucherinnen und Besucher können beispielsweise Geburtstagskerzen rollen oder traditionelle Gerichte auf historischen Öfen zubereiten. Die kostenfreien Mitmachtermine finden am 23. Mai, 27. Juni, 18. Juli, 8. August und 24. Oktober 2026 jeweils von 14 bis 16 Uhr statt.
Ein Blick hinter die Kulissen erwartet Gäste bei der Reihe „Sonntags um 11“. Jeden letzten Sonntag im Monat führen Museumsmitarbeitende durch sonst verborgene Bereiche und erzählen spannende Hintergrundgeschichten zu ihrer Arbeit.
Auch Genuss und regionale Traditionen spielen im Jubiläumsjahr eine wichtige Rolle. Beim „FeierTag Genusszeit – Gaumenschmaus und Augenweide“ am 7. Juni 2026 präsentieren rund 20 Aussteller regionale Spezialitäten, historische Pflanzensorten und handgefertigte Produkte. Rund um den historischen Fischerweber-Hof stehen außerdem alte Handwerkstechniken, Fischerei und Schnapsbrennerei im Mittelpunkt.
Ein weiterer Höhepunkt ist das große FestWochenende am 20. und 21. Juni 2026. Mit Musik, Handwerksvorführungen, Kinderprogramm, Geschichtenerzählern, regionalen Schmankerln und Mitmachaktionen wird das Museumsgelände zur lebendigen Festkulisse. Ein Panoramakran eröffnet dabei außergewöhnliche Ausblicke über das Museum und das Alpenvorland.
Öffnungszeiten
März bis Mai sowie Oktober und November: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Juni bis September: täglich von 9 bis 18 Uhr
Zusätzlich montags geöffnet an Ostern (6. April), Pfingsten (25. Mai) und Kirchweih (19. Oktober).