“MAKONDE & SHIPIBO”
Volkskunst aus Tanzania & Peru - eine Sammlung von R. Sedlacek
MakondeKunst
Makonde ist der Name des Volkes, das im Grenzgebiet zwischen Tanzania und Mosambique beiderseits des Ruvuma-Stromes lebt. Sie sind bekannt für ihre Elfenbein- und Ebenholzarbeiten.
Aus dem schwarzen Kernholz des Ebenholzbaumes werden u.a. die bis zu zwei Meter hohen Ujamaa-Stelen geschnitzt. Diese Sippenstelen können sowohl als Block als auch im durchbrochenen Stil gearbeitet sein. Sie stellen den Einzelnen als Teil des Ganzen sowie die Solidarität der Stammesgemeinschaft dar.
Berühmt sind die Makonde-künstler vor allem für ihre surreal wirkenden Shetani-Skulpturen und -Gemälde. Shetani sind Dämonen, gute und böse. Der Makonde fühlt sich von ihnen überall umgeben. Im Holz sucht er die Gestalt und das Sinnbild für die vielen Geister, die seine Umwelt bevölkern.
ShipiboKunst
Ungefähr 30.000 Personen bilden die Gemeinschaft der Shipibo-Conibo, die im tropischen Regenwald des Amazonasgebietes in Peru leben. Sie konnten sich ihre Traditionen und ihre mythische Weltanschauung weitgehend bewahren.
Das Töpfern ist bei den Shipibos eine rein weibliche Tätigkeit. Der Ton wird aus den Flussbetten gewonnen. Die Keramiken werden ohne Töpferscheibe in der Spiralwulsttechnik aufgebaut und mit Naturfarben bemalt. Typisches Merkmal ihrer Kunst sind die linearen, labyrinthförmigen Verzierungen der Keramiken und Textilien.
Diese visuellen Ausdrucksformen gelten als Portale zwischen der sichtbaren und der spirituellen Welt. Sie werden in heilenden Ritualen genutzt, um Schutz und Verbindung zu Ahnen herzustellen.
Zu sehen ist die Ausstellung vom 2. bis 29. September 2026 zu den Öffnungszeiten des Rathauses.
Mo bis Fr 08:00 - 12:00 Uhr
Di 14:00 - 16:00 Uhr
Do 14:00 - 16:00 Uhr
Zur Kuratorenführung durch die Ausstellung am 3. September um 10:00 Uhr können Sie Herrn Sedlacek persönlich kennen lernen.